Alle Begriffe rund ums Segeln

Auftrieb

1.) Aerodynamischer Auftrieb. Nach den gleichen Gesetzen (Bernoulli, Venturi), die einem Flügel Auftrieb verleihen, wandelt ein Segel auf Amwindkurs, auf Halbwindkurs und auf spitzem Raumwindkurs den Wind in Antriebskraft um. So ist es möglich, a) gegen den Wind zu kreuzen und b) schneller als der Wind zu segeln. Der Trick dabei ist, den Fahrtwind zu nutzen; scheinbarer Wind ist dann stärker als wahrer Wind. Auf Vorwindkurs hingegen wird wahrer Wind vom Fahrtwind abgeschwächt; hier erhalten die Segel Antrieb durch Widerstand. Zum Wind siehe auch Windtheorie.
2.) Hydrostatischer Auftrieb. Nach dem Prinzip des Archimedes verliert ein Körper im Wasser so viel Gewicht, wie das von ihm verdrängte Wasser wiegt. Bei einem in Ruhe schwimmenden Schiff ist (das Gewicht null und) der Auftrieb gleich dem Gewicht des von ihm verdrängten Wassers (siehe Verdrängung).
3.) Hydrodynamischer Auftrieb. Auftrieb durch die Wasserbewegung am Rumpf eines Schiffes. Eine leichte Jolle kann so viel hydrodynamischen Auftrieb erhalten, dass sie Gleitfahrt erreicht.

Voriger Begriff

Zurück zum Segellexikon

Nächster Begriff

Segeln lernen im Internet

Ebenso fachkundig, wie Sie hier informiert werden, können Sie per Online-Kurs segeln lernen: bei Lehrbuchautor Rolf Dreyer