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Raster-Scan-Radar

Auch Tageslicht-Radar genannt. Das klassische Radarbild mit umlaufender Ablenkspur wird mehr und mehr vom synthetischen Radarbild abgelöst. Es wird konventionell erzeugt, dann gescannt und – verzögert – als Raster einzelner Bildpunkte dargestellt. Eine geringe Bildschirm-Auflösung kann die Radaranzeige verschlechtern.
Störungen durch Regen und Seegang erkennt ein Tageslicht-Radar daran, dass sie beim nächsten Bildaufbau nicht mehr an derselben Stelle erscheinen. Solche Bildpunkte werden nicht angezeigt (daher die verzögerte Darstellung). Aber schwache Echos echter Ziele (kleine Sportboote, Bojen), deren Signalstärke um den Schwellenwert schwankt („pumpende Echos“), unterdrückt die so genannte Korrelation ebenfalls.
Läuft ein Schiff im Seegang nicht genau geradeaus, so springen die Radarziele im Head-Up-Modus hin und her. Das Radarbild dreht sich bei Head Up, es ist ja nicht stabilisiert. Die Korrelation blendet nun solche Ziele aus. Auch wenn eine Yacht im Seegang stampft, springen Nutzziele auch bei stabilisierter Darstellung – und ebenfalls werden unterdrückt. Daher darf Head Up nie bei Tageslicht-Radars verwendet werden, sondern nur North Up!

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