Alle Scheine im Überblick

Beim Thema Segelscheine kann man leicht den Überblick verlieren. Früher, vor langer Zeit, gab es den A-Schein für Binnenseen, den B-Schein für Meere und den C-Schein für Ozeane. Diese Segelscheine waren Verbandsscheine des Deutschen Segler-Verbands DSV und sie waren freiwillig, also nicht gesetzlich vorgeschrieben. Doch dann trat der Gesetzgeber auf die Bühne. Seitdem gibt es Pflichtscheine und freiwillige Segelscheine. Alle Scheine haben jedoch eines gemein: Wer sie erwerben will, muss zuerst einmal jede Menge Theorie lernen.

Pflichtscheine – die Sportbootführerscheine See und Binnen

Gesetzlich vorgeschrieben sind die beiden Sportbootführerscheine. Für die Küste ist dies der Sportbootführerschein See und für Binnengewässer der Sportbootführerschein Binnen. Wer mit einem Segelboot von der Polizei kontrolliert wird, muss immer nur einen Sportbootführerschein vorlegen. Der Sportbootführerschein reicht aus.

Der Sportbootführerschein See ist ein reiner Motorbootschein. Trotzdem müssen ihn die Segler an der Küste haben, wenn ihre Segelboote einen Hilfsmotor von mehr als 15 PS Nutzleistung besitzen.

Wer den Sportbootführerschein See erwerben möchte, sollte den Pyroschein nicht vergessen. Pyroschein nennt man den Fachkundenachweis nach Sprengstoffrecht. Er wird benötigt, wenn Fallschirmraketen an Bord sind. Fallschirmraketen steigen 300 m hoch, brennen mindestens 30 s und sind leuchten fast 40 km weit; die sind ziemlich gefährlich. Alle Charterboote an der Küste müssen Fallschirmraketen an Bord haben, ist Vorschrift. Und weil ohne Fachkunde leicht Unfälle passieren, muss der Skipper einen Pyroschein besitzen.

Der Sportbootführerschein Binnen ist der Nachfolger des alten Segelscheins A. Hier lernt man das Segeln von der Pike auf – hier segelt man sportlich mit kleinen Jollen.

Freiwillige Segelscheine – der SKS-Schein (Sportküstenschiffer-Schein)

Die meisten Segler machen zuerst den Sportbootführerschein See. Damit dürfen sie zwar an der Küste segeln, aber sie können es nicht. Denn eine Segelprüfung gibt es beim Sportbootführerschein See nicht. Das ist verrückt. Segeln lernt man erst, wenn man den SKS-Schein macht, den Sportküstenschifferschein. Der SKS-Schein ist der Führerschein für Segelyachten. Was beim Sportbootführerschein Binnen mit Jollen gemacht wird, geschieht hier auf Segelyachten. Der SKS-Schein ist ein freiwilliger Schein; die Polizei verlangt ihn niemals.

Schließlich gibt es noch den SSS-Schein (Sportseeschiffer-Schein) und den SHS-Schein (Sporthochseeschiffer-Schein). Doch diese Scheine machen nur ein paar Freaks, die die höchsten Weihen im Yachtsport erringen wollen.

Freiwillige Segelscheine sind nicht ganz freiwillig

So ganz freiwillig macht man den SKS-Schein aber auch nicht. Die Polizei will ihn zwar nicht sehen, aber die Vercharterer. Wer eine Segelyacht ausleihen möchte, bekommt sie nicht mit dem Sportbootführerschein See. Vercharterer dürfen Segelboote nur an sachkundige Personen verleihen; Vercharterer verlangen daher den SKS-Schein. Das ist auch im Ausland so.

Auch Versicherungen verlangen den SKS-Schein, wenn sie einen Schaden an einer Segelyacht erstatten sollen. Versicherungsverträge setzen ebenfalls die Sachkunde des Bootsführers voraus.

Der Trick mit dem SKS-Schein

Warum fangen die meisten Segler mit dem Sportbootführerschein See an – und nicht mit dem Sportbootführerschein Binnen? Zum einen liegt das Seesegeln viel mehr im Trend. Segeln auf See wollen früher oder später alle. Segeln auf einem Binnensee ist ein Erlebnis – Segeln auf dem Meer ein Traum. Zum anderen wird Inhabern des SKS-Scheins die praktische Segelprüfung erlassen, wenn sie den Sportbootführerschein Binnen machen wollen.

Denn wer den SKS-Schein hat, muss nur noch einen Fragebogen ausfüllen, um auch den Sportbootführerschein Binnen zu bekommen. Und das ist schnell gemacht und kostet nur 45,- €. Wer den Sportbootführerschein Binnen nach dem SKS-Schein macht, spart den Segelkurs auf Jollen und muss keine praktische Segelprüfung ablegen. Dafür kommen schnell 500,- € zusammen. Überlege dir also vorher, was du willst, und lass dir nicht alle möglichen Segelkurse aufschwatzen.

Überflüssige Scheine – der Segel-Grundschein

Das machen nämlich viele Segelschulen gerne. Wenn es nach ihnen geht, fängt man mit dem Segelgrundschein an, macht erst danach den Sportbootführerschein Binnen, dann noch den Sportbootführerschein See und schließlich den SKS-Schein.

Unser Tipp: Egal ob du bereits gesegelt bist oder ein blutiger Anfänger, fang gleich mit dem Sportbootführerschein an. Du brauchst nicht den Grundschein zu machen. Der Grundschein dient nicht dir, sondern den Segelschulen. Er bringt Umsatz, du hast von diesem Schein nichts. Sollte eine Segelschule auf dem Grundschein bestehen, dann such dir eine andere. Segelschulen findest du auf der Seite des Deutschen Segler-Verbandes (unter Führerscheine).

Alle Scheine – die Theorie kommt vor der Praxis

Früher kam es auf die Praxis an, da spielte die Theorie nur eine Nebenrolle. Heute läuft ohne Theorie überhaupt nichts mehr. Heute steht die Theorie im Mittelpunkt; beim Sportbootführerschein See macht die Theorie den allergrößten Teil der Vorbereitung aus. Für den Sportbootführerschein See müssen 285 Fragen und Antworten gelernt werden, beim Sportbootführerschein Binnen sind es sogar 300 Fragen. In den meisten Segelschulen wird im Winter die Theorie unterrichtet und im Sommer die Praxis. Wichtig ist, mit der Theorie zu beginnen, sodass man nicht ganz ohne Vorkenntnisse an Bord geht.

Wo lerne ich am besten die Theorie?

Ganz einfach: Direkt hier auf Segeln-lernen.de. Hier wird dir ein Online-Segelkurs angeboten, der von Segelbuchautor Rolf Dreyer entwickelt wurde. Er enthält die komplette Theorieausbildung für beide Sportbootführerscheine – Binnen und See und den Pyroschein. Schon viele Tausend Teilnehmer haben mit sich mit dem Kurs die Prüfung vorbereitet – bequemer, schneller und günstiger als in einer Segelschule. Schau dir unbedingt mal die Vorschau an und lies Erfahrungsberichte anderer Absolventen. Der Kurs ist weder langweilig noch trocken; er macht richtig Spaß. Viele Animationen und Videos vermitteln die Segeltheorie so, dass du von Anfang an alles verstehst. Wenn du etwas nicht verstehst, kannst du dich direkt an Rolf Dreyer wenden. Er betreut alle Teilnehmer persönlich.

Noch Fragen offen? Hier findest du Details zum Online-Kurs. Bist du überzeugt? Dann kannst du dich gleich hier anmelden. Einen Zugang gibt es schon ab 5 €. Du wirst es nicht bereuen.

Screenshots aus dem Onlin-Kurs

Erfahrungsbericht

"Sehr geehrter Herr Dreyer,
dank Ihres genialen und interaktiven Lernprogrammes konnte ich mir in der Zeit von der Anmeldung bis heute Mittag das nötige Restwissen sicher aneignen und habe den Sportbootführerschein See bestanden!
Danke
Ihr W.Frank"