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Easterly Waves

Eine Easterly Wave, auch African Easterly Wave genannt, ist ein schwacher Höhentrog (Trogtief, nur auf Höhendruckkarten erkennbar) im unteren Bereich der Troposphäre (3 bis 5 km). Easterly Waves können sich von April bis November über Afrika bilden und ziehen mit dem NE-Passat westwärts.
Höhentröge fördern die Konvektion (Aufstieg der Luft); daher gelten Easterly Waves als Keimzellen für einen Hurrikan. 60% aller tropischen Stürme und 85% aller Hurrikane sind aus Easterly Waves entstanden; selbst die Ursprünge tropischer Zyklonen im Pazifik lassen sich bis nach Afrika zurückverfolgen.
Die “Wellen” haben eine Periode von drei bis vier Tagen. Das heißt, alle drei bis vier Tage zieht ein Höhentrog über den Atlantik, es werden also durchschnittlich 60 Easterly Waves pro Jahr beobachtet. Die “Länge” der Wellen (Ausdehnung des Höhentroges) beträgt 2000 bis 2500 km.
Easterly Waves entstehen aus einer Instabilität des African Easterly Jet ("baroclinisch-barotropische Instabilität"). Bis heute ist aber nicht genau vorhersagbar, wo und in welcher Stärke Easterly Waves entstehen und wie sich die auf die Hurrikan-Aktivität im Atlantik (und Ost-Pazifik) auswirken.
Bei einer Easterly Wave buchtet sich die tropische Tiefdruckrinne in den Passatgürtel aus; geschlossene Isobaren besitzen Easterly Waves nicht. Anzeichen und Durchgang einer Easterly Wave sind klar zu beobachten: Zunächst fällt der Luftdruck leicht, die Sonne scheint klar. Der Wind frischt auf und dreht etwas nach Norden. Das Wetter verschlechtert sich erst, wenn die Welle den Beobachter passiert; der Luftdruck erreicht dann sein Minimum und steigt anschließend wieder. Rückseitig, also mit steigendem Luftdruck fällt Regen; stürmische Böen sind möglich.

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