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GPS

Global Positioning System. Ein Navigationssystem des US-Militärs, das mithilfe von 30 Satelliten in 20200 km Höhe weltweit eine automatische Bestimmung des Schiffsortes ermöglicht. Die Ortsangabe erfolgt in geographischen Koordinaten auf Basis des WGS 84 und ist in 95% aller Fälle bis auf 20 m genau. Sie kann mithilfe von DGPS bis auf 1,3 m verbessert werden. Die Genauigkeit der Positionsangabe kann am HDOP-Wert (horizontal dilution of precision) abgelesen werden (kleiner Wert = große Genauigkeit).
Ein GPS-Gerät verfügt über folgende weitere Funktionen:
1.) Durch ständige Ortsbestimmung können der Kurs und die Geschwindigkeit eines Schiffes angegeben werden.
2.) Die XTE-Funktion (cross track error, seitliche Ablage) ermöglicht eine sehr genaue Führung eines Schiffes auf einer vorgegebenen Bahn (track). Dies wird in der Wegpunktnavigation praktiziert.
3.) Eine Mann-über-Bord-Taste erlaubt das Speichern der aktuellen Position. Fortan werden ständig Richtung und Entfernung zur Unfallstelle angezeigt.
Kartenplotter können den Schiffsort auf einer digitalen Seekarte darstellen – ohne Kartenplotter muss die GPS-Position manuell in eine Seekarte übertragen werden.
Eine Schwäche von GPS ist die mangelnde Integrität. Ein GPS-Empfänger kann nicht erkennen, ob die von den Satelliten ausgesandten Signale auf dem Weg durch die Atmosphäre gestört werden. Dies wäre z. B. durch Sonnenwind oder Terror-Attacken (GPS-Jamming) möglich.

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