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Pirat

Einheitsklasse, 1938 als Sieger aus einem Preiswettbewerb der Zeitschrift "Yacht" für eine 10 qm Einheits Jugendjolle hervorgegangen. Welche Entwicklung der Segelsport seitdem gemacht hat, zeigt der Vergleich zum 29er. Der Pirat ist 5,00 m lang – der 29er 4,45 m; der Pirat ist 1,61 m breit, der 29er 1,77 m; der Pirat wiegt 218 kg; der 29er mit 90 kg nicht einmal die Hälfte. Dennoch hat der Pirat nur 10 qm Segelfläche am Wind, der 29er aber 12,5 qm; der Piraten-Spinnaker ist 10 qm groß, der Gennaker des 29er 17 qm. Der Pirat ist eine Zwei-Mann-Knickspant-Jolle, der 29er ein Zwei-Mann-Skiff. Trotz alledem ist der Pirat immer noch eine populäre Bootsklasse – auch für Jugendliche, aber besonders für Jung-Gebliebene. Es wurden bisher etwa 6000 Piraten gebaut. Dass der Pirat bis heute auch ein beliebtes Regattaboot geblieben ist, beweist die deutsche Rangliste mit über 380 Seglern. Der Pirat ist ein unkompliziertes und robustes Zwei-Mann-Boot, das sich ausgezeichnet für den Einstieg in den Segelsport eignet. Der Pirat ist ein relativ schweres Boot; dennoch bietet er viel Segelspaß und krängt relativ leicht, aber er kommt erst bei Windstärke 4 ins Gleiten.

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