Segellexikon

Rumpfgeschwindigkeit

Die höchstmögliche Geschwindigkeit in Verdrängerfahrt. Sie ist erreicht, wenn die Heckwelle das Heck erreicht hat. Die Rumpfgeschwindigkeit eines Bootes hängt allein von der Wasserlinienlänge ab. Sie beträgt (in Knoten) 2,43 mal Wurzel aus der Wasserlinienlänge (in Meter).
Bei einem klassischen Verdränger ist die Rumpfgeschwindigkeit die Höchstgeschwindigkeit. Bei modernen Yachten, deren Unterwasserschiff achtern breit und flach ist, entsteht hydrodynamischer Auftrieb, sodass sie die Heckwelle hinter sich lassen und angleiten können. So erreichen sie eine Höchstgeschwindigkeit, die zum Teil deutlich über der Rumpfgeschwindigkeit liegt. Eine Jolle kann echte Gleitfahrt erreichen. Dann bildet sich die Heckwelle erst viele Meter hinter dem Heck.
Bei einem Verdränger wird die Rumpfgeschwindigkeit also durch die Länge bestimmt. Eine Jolle erreicht Gleitfahrt durch ein breites, flaches Unterwasserschiff. Dieser Zusammenhang wird durch den Spruch „Länge läuft, Breite gleitet.“ ausgedrückt.